D+ Simulator

Das elektrische Signal D+ verrät, dass der Generator aktiviert ist und somit Strom zum Laden der Versorgerbatterien bezogen werden kann, ohne dass hierfür die Motorbatterie herhalten muss. Aber bei modernen Fahrzeugen gibt es D+ nicht mehr als physikalisches Signal, sondern nur noch auf dem CAN-Bus. Man könnte das ‚Kundenspezifische Funktionssteuergerät KFG1‘ umprogrammieren lassen und dort das Signal D+ an einem freien Ausgang ausgeben. Oder: Manche Ladebooster haben eine integrierte D+ Simulation. Da wird auf Grund von Spannungsschwankungen versucht zu detektieren, ob der Generator aktiviert ist.

In unserem Van wählen wir einen anderen Weg: Ein externer D+ Simulator steuert die Ladebooster. Der Votronic D+ Simulator PRO 3067 scheint mir das geeignete Produkt zu sein. Das Produkt detektiert Erschütterungen des laufenden Motors und leitet davon ab, dass der Generator dann wohl auch aktiv ist (was vermutlich meistens auch der Fall ist…).

Zusätzlich ist es möglich, die Ladebooster manuell zu steuern, falls der D+ Simulator schlapp macht oder der Erkennungsmechanismus versagt. Ich traue dem Ganzen nämlich nicht so und es wäre ziemlich unpraktisch, wenn das Laden der Versorgerbatterien während der Fahrt nicht funktionieren würde. Das Bedienfeld für die manuelle Bedienung befindet sich unter dem Beifahrersitz und kann vom Fahrersitz aus bedient werden. Das Bedienfeld hat folgende Funktionen:

  • Stromversorgung des D+ Simulators: Ab KL15 (Zündungsplus) oder KL30 (Dauerplus)
  • Steuerung des 15A Ladeboosters: Ab KL15 oder ab D+ Simulator oder ausgeschaltet
  • Steuerung des 25A Ladeboosters: Ab KL15 oder ab D+ Simulator oder ausgeschaltet
  • Messen der Signale KL15, KL30, D+ Simulator-Ausgang, Steuersignal 15A Ladebooster, Steuersignal 25A Ladebooster

Mit diesem Teil lassen sich die Ladebooster manuell steuern und die Signale leicht messen, falls mal was nicht funktioniert. Anstelle von Schaltern wurden 4mm Laborbuchsen und Brückenstecker verwendet. Diese Lösung ist sehr robust und geschützt vor versehentlichem Umschalten.

Der rote Schalter links ist der Zentral-Aus für Licht und ein paar andere Verbraucher, welche beim Fahren nicht eingeschaltet sein sollten.

Das Bedienfeld von hinten gesehen, unter dem Beifahrersitz.

Links im Bild: Der D+ Simulator ist direkt an das Stahlblech des Sitzes geschraubt. Er soll ja die Erschütterungen des Motors möglichst gut mitkriegen. Er ist so montiert, dass man ihn bedienen kann, wenn der Sitz ganz nach vorne gestellt ist.

  1. Das ‚Kundenspezifische Funktionssteuergerät KFG‘ ist nicht in jedem Crafter eingebaut. Man kann es als Option bestellen oder aber man hat eine Option bestellt, welche das KFG verlangt. Zum Beispiel wenn das Fahrzeug eine werksseitig eingebaute Standheizung oder eine Differenzialsperre hat. ↩︎