Es steht etwas Wichtiges an: Das Festlegen des finalen Layouts! Vieles richtet sich danach:
- Verkabelung
- Befestigungspunkte für Bett, Schrank, Küche, usw. am Boden, an den Seitenwänden und am Dach
- Öffnungen nach Aussen im Boden und der Seitenwand
- Platzierung der Standheizung und anderen Geräten
Es wäre extrem unschön, das Layout nachträglich zu ändern, hat man erst mal losgelegt.
Eins ist klar: Es wird sehr eng im 6m langen Van. Die Länge der Nutzfläche beträgt nur etwa 3.45 Meter. Um sicherzustellen, dass mit dem Layout der knappe Platz optimal genutzt wird, habe ich es mit alten Brettern nachgebaut:
- Hinten ein Querbett1, welches sich zum Doppel-Längsbett erweitern lässt.
- Links (fahrerseitig) die Küchenzeile, darüber ein weiteres, klappbares Bett.
- Rechts vor dem hinteren Teil der Schiebetür die WC-Kabine, welche optional auch zur Duschkabine werden kann.
- Zwischen WC und Bett ein Technikschrank.
- Hinter Fahrer und Beifahrer gibt’s 3 weitere Sitze, von welchen beim Campen jedoch nur 1-2 montiert sein werden.
Jeder cm ist auf dem Prüfstand. Hier noch 3cm weniger und dort etwas mehr. Ja kein Platz verschwenden. Es kam der Moment, wo ich mir zugestehen musste, dass der ach so sorgfältig ausgedachte Plan in Wirklichkeit nicht funktionieren wird und ein Detail am Layout nochmals überdacht werden muss.
Das Nachbauen des Layouts hat uns Gewissheit gegeben. Zum Beispiel hat meine Frau nach dem Probeliegen im Querbett in Anwesenheit einer Zeugin, nämlich unserer Tochter, nochmals bestätigt, dass sie so schlafen kann. Und ich habe bemerkt, dass der Mittelgang erstaunlich schmal sein darf, wenn auf einer Seite des Gangs das Möbel nur 80cm Höhe hat.
Bei der WC Kabine habe ich Aufwand betrieben und sie inklusive Türe nachgebaut, um sicherzustellen, dass
- ich sitzen kann, ohne mit den Knien vorne anzustossen
- die Zuziehhilfe der Schiebetür nicht im Weg ist, weder beim Sitzen noch beim Stehen.
- ich überhaupt in die WC-Kabine komme ohne mich durchquetschen zu müssen.
- man die Tür genug weit öffnen kann, selbst wenn das Zusatzbett montiert ist
Fazit: Je kleiner der Van, desto weniger Fehler kann man sich beim Layout erlauben. Gerade mit unserem etwas unüblichen Layout hat sich der Nachbau ganz bestimmt gelohnt! Und ja, ich habe auch am CAD massstabsgetreue Pläne erstellt, teils auch in 3D. Alles nett…hilft auch etwas…
- Mit den Querbetten ist es so: Entweder setzt man Querschläfer ein. Das sind Teile, welche die Karosserie im Bereich des Bettes verbreitern. Oder man setzt Seitenschläfer ein. Das sind Menschen, die nicht auf dem Rücken schlafen können 😉 ↩︎
