Der fertige Hauptstromverteiler

Über dem Batteriemodul wird sich der Hauptstromverteiler befinden. Ich habe zuvor schon über diesen Stromverteiler berichtet. Nun ist er fertig und bereit zum Einbauen. Auch hier wieder: Eine typische ‚Winterarbeit‘, da es für Arbeiten am Fahrzeug zu kalt ist.


Der Hauptstromverteiler besteht aus …

  • … einem Batterie-Trennschalter. Dieser ist nur für Notfälle oder Service gedacht. Er trennt die Minuspole der Batterien von der Minus-Verteilschiene. Dieser Schalter ist extra für den 2-Batterie-Betrieb ausgelegt und erledigt somit auch das Zusammenführen der beiden Minuspole der Batterien.
  • … einem Strommess-Shunt, der Teil des Batterie-Management-Systems ist. Also jenes Gerät, welches mir den gesamten Füllstand der beiden Batterien zusammen anzeigt. Der Shunt befindet zwischen Batterie-Trennschalter und Minus-Verteilschiene.
  • … den beiden Stromverteilerschienen für Minus (0V) und Plus (12V) , welche aus Kupfer sind und mit den Massen 50x4mm einen Querschnitt von 200mm2 haben (ohne Berücksichtigung der Löcher).
  • … den Hauptsicherungen, welche in der Bauform ‚MIDI‘ 30-50A ausgeführt sind mit einer Ausnahme: Die Sicherung für den Wechelrichter ist eine 150A ‚MAXI‘-Sicherung.
  • … dem Trennschalter für den Wechselrichter. Die Entscheidung, diesen Schalter hier auf dem Hauptverteiler zu platzieren, war spontan. Es ist zwar etwas eng, dafür ist die Leitungsführung kurz. Der Wechselrichter soll von der 12V-Batterie getrennt werden können, wenn er nicht benötigt wird, da er auch im Ruhestand ein kleiner, aber stetiger Stromfresser ist.

So sieht der fertige Hauptverteiler mit verzinnten Kupferschienen aus.

Das galvanische Verzinnen der Kupferschienen wurde bei der Firma Dörrer AG in Zürich in Auftrag gegeben.

Das Bild zeigt die Plus-Verteilerschiene, an welcher direkt die Sicherungen angeschraubt sind. So ist eine niederohmige Verbindung gewährleistet.

Die 150A Maxi-Sicherung verwendet M8 Schrauben, die Midi-Sicherungen M5.

Die beiden M8 Schrauben rechts im Bild sind die Anschlüsse von den Pluspolen der Batterien.

Jede dieser Verschraubungen ist mit einer Federscheibe gegen Vibration geschichert.

Die fertig gebohrten Kupferschienen, bevor sie in die galvanische Verzinnung gebracht wurden.

Das 50mm2 Kabel lässt sich nicht so einfach biegen. Nachdem ich dieses Kabel in die gewünschte Form gebogen hatte, musste ich die Litzen nochmals gerade schneiden (rote Linie).

Danach habe ich den zweiten Stecker an das Kabel gepresst, und zwar im gebogenen Zustand! Auch die Drehung des Steckers musste passen, denn ein so dickes und kurzes Kabel kann nicht mehr verdreht werden. Es gilt zu verhindern, dass mechanische Kräfte auf die Teile einwirken, auf welche das Kabel montiert wird.

Die verwendeten Kabel-Querschnitte:

A = 50mm2 zwischen Batterie-Trennschalter und Shunt und zwischen Shunt und Minus-Verteilschiene.

B = 25mm2 zwischen den Minuspolen der Batterien und dem Batterie-Trennschalter.

C = 35mm2 für die Zuleitung zum Wechselrichter.

D = 25mm2 zwischen Pluspolen der Batterien und der Plus-Verteilerschiene.

Hinweis betreffend Parallelschaltung von Batterien: Die mit B und D bezeichneten Kabel müssen genau gleich lange sein, damit die beiden Batterien gleichmässig geladen und entladen werden.

Bei solch wichtigen Verbindungen habe ich zusätzlich zu den obligatorischen Federscheiben auch Sicherungsmuttern, Schraubensicherungslack oder Silikonkleber verwendet.

Der hier verwendete Silikonkleber eignet sich gut, um direkt auf elektrisch leitende Teile zu kleben. Er greift die Metallteile nicht an und ist ein guter Isolator.

Das Bild zeigt den Batterie-Trennschalter. Oben die beiden 25mm2 Kabel von den Minuspolen der Batterien, unten das 50mm2 Kabel zum Shunt.